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Aussehen, Merkmale & Arten
Bettwanzen sind blutsaugende Insekten mit sechs Beinen, zwei Fühlern und einem flachen Körper. Sie können weder fliegen noch springen. Ihre stechend-saugenden Mundwerkzeuge dienen der Blutaufnahme. Farbe, Körperform und Größe unterscheiden sich je nach Art, Entwicklungsstadium und letzter Blutmahlzeit.
Welche Bettwanzenarten gibt es?
Bettwanzen gehören zur Familie der Plattwanzen (Cimicidae). Für den Menschen sind vor allem zwei Arten wichtig: die gewöhnliche und die tropische Bettwanze. Ihre nahen Verwandten leben überwiegend an Fledermäusen oder Vögeln – und können mit ihnen verwechselt werden.
Die folgenden KI-generierten Illustrationen sind schematisch, nicht maßstabsgetreu und keine Bestimmungsbilder. Für eine sichere Artbestimmung sind ein Fundtier und die Untersuchung feiner Merkmale unter Vergrößerung erforderlich; weder ein Hautbild noch eine Illustration genügt.

Menschenassoziierte Bettwanze
Gewöhnliche Bettwanze
Cimex lectularius
- Verbreitung
- Weltweit verbreitet, besonders in gemäßigten Klimazonen; die für Deutschland typische Bettwanze.
- Wirte
- Vor allem Menschen; Blut anderer Wirte kann ebenfalls genutzt werden.
- Merkmale
- Erwachsene Tiere sind etwa 4–6 mm lang, flach und rotbraun. Der Halsschild direkt hinter dem Kopf ist seitlich deutlich verbreitert. Nach einer Blutmahlzeit wird der Hinterleib voller und länglicher.
- Einordnung
- Kann sich in bewohnten Räumen vermehren. Der Fund muss von anderen Wanzenarten abgegrenzt werden.

Menschenassoziierte Bettwanze
Tropische Bettwanze
Cimex hemipterus
- Verbreitung
- Vor allem tropische und warme Regionen. Reiseverkehr kann Tiere auch außerhalb dieser Gebiete verschleppen.
- Wirte
- Menschen, daneben unter anderem Geflügel.
- Merkmale
- Der gewöhnlichen Bettwanze sehr ähnlich. Der Halsschild ist im Verhältnis zu seiner Länge schmaler und seitlich weniger ausladend. Dieser Unterschied ist auf normalen Handyfotos oft nicht sicher erkennbar.
- Einordnung
- Auch diese Art kann Menschen stechen. Ein Fund nach einer Reise ist nicht automatisch eine tropische Bettwanze; die Art muss fachlich bestimmt werden.

Ähnliche, an Fledermäuse gebundene Wanzen
Fledermauswanzen
Cimex pipistrelli-Komplex
- Verbreitung
- In Europa mit Fledermausquartieren verbunden, etwa in Dachräumen und Gebäudespalten.
- Wirte
- Hauptsächlich Fledermäuse. Fledermausassoziierte Wanzen können gelegentlich auch Menschen stechen.
- Merkmale
- Äußerlich Bettwanzen sehr ähnlich. Fachleute untersuchen unter Vergrößerung unter anderem Behaarung, Fühler und weitere Körpermerkmale. Der Artkomplex ist taxonomisch anspruchsvoll.
- Einordnung
- Ein Fund kann auf ein nahe gelegenes Fledermausquartier hinweisen. Quartiere nicht eigenmächtig verschließen oder stören; Artbestimmung und weiteres Vorgehen mit Fachleuten und gegebenenfalls dem Naturschutz abstimmen.

Ähnliche, an Vögel gebundene Wanze
Schwalbenwanze
Cimex hirundinis / Oeciacus hirundinis
- Verbreitung
- Mit Schwalbennestern verbunden; Nachweise gibt es unter anderem an Mehlschwalbennestern in Europa.
- Wirte
- Vor allem Schwalben. Bei Nestern an Gebäuden sind gelegentliche Stiche an Menschen möglich.
- Merkmale
- Eine kleine, flache Wanze mit feiner Behaarung. In Quellen wird sie unter beiden Gattungsnamen geführt. Die Unterscheidung von anderen Plattwanzen erfordert eine fachliche Untersuchung.
- Einordnung
- Einzelne Tiere in der Nähe eines Nestes bedeuten nicht automatisch einen klassischen Bettwanzenbefall. Vogelnester nicht eigenmächtig entfernen; Schutzbestimmungen beachten.
Art, Alter oder Blutmahlzeit?
Nicht jede anders aussehende Bettwanze gehört zu einer anderen Art. Jungtiere sind kleiner und heller als ausgewachsene Tiere. Eine Blutmahlzeit verändert Farbe und Körperform. Eier und Häutungsreste sind Entwicklungszeichen, keine eigenen Bettwanzenarten.


